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Nicht Ansprechbar – Atemkontrolle

Atemkontrolle richtig durchführen

Eine normale Atmung ist durch die Bewegung der Atemmuskulatur im Brustkorb oder Bauchraum gekennzeichnet. Der stärkste Atemmuskel ist das Zwerchfell, welches den Bauchraum zum Brustkorb abschließt.

Ein erwachsener Mensch atmet zwischen 10 und 15 mal pro Minute. Kinder haben einen höheren Sauerstoffbedarf und atmen wesentlich schneller. 20 – 25 mal pro Minute ist normal. Je kleiner das Kind, umso schneller die Atmung).

Zufuhr von Sauerstoff und Ausstoß von Kohlendioxid

Durch die Atmung wird dem Körper Sauerstoff zugeführt. Gleichzeitig wird Kohlendioxid beim Ausatmen abgegeben. Gesteuert wird der Atmungsprozess im verlängerten Rückenmark, der so genannten Medulla oblongata. Nur circa 4 % des Sauerstoffs benötigt der menschliche Körper aus unserer Raumluft.

Stabile Seitenlage oder Reanimation

Störungen des Bewusstseins können zur Verlegung der Atemwege führen und dadurch die Sauerstoffaufnahme unmöglich machen. Daher sprechen wir bei der Atemkontrolle auch von dem so genannten lebensrettenden Handgriff.

Der zurückgefallene Zungengrund wird durch das Anheben des Unterkiefers und Überstrecken des Kopfes angehoben. Dadurch sind die Atemwege wieder frei.

So überprüfen Sie die Atmung

Beugen Sie Ihren Kopf über das Gesicht des Betroffenen. Blicken Sie in Richtung Füße und achten Sie darauf, ob sich der Brustkorb hebt oder senkt. Außerdem können Sie die Atmung hören oder auf Ihrer Wange fühlen.

Achtung: Bedingt durch die aktuelle Pandemielage, wird durch die Berufsgenossenschaften darauf hingewiesen, eine Atemkontrolle ausschließlich durch Blick auf den Brustkorb (heben und senken des Brustkorbs) durchzuführen.

Stellen Sie eine Atmung fest, bringen Sie den Bewusstlosen in die stabile Seitenlage. Sollte es Ihnen nicht möglich sein, eine normale Atmung festzustellen, beginnen Sie umgehend mit der Reanimation. Husten ist ein sicheres Lebenszeichen des Patienten.

Erste Hilfe Atemkontrolle